Poetry Slam ist ein literarischer Vortragswettbewerb, in dem Autorinnen und Autoren ihre selbst verfassten Texte innerhalb eines Zeitlimits dem Publikum vortragen. Dabei erlaubt ist jede Stilrichtung und jede Form des Vortrags, seien es heitere, traurige, lustige, düstere, kraftvolle, nachdenkliche, aufwühlende oder romantische Texte. Im Wettstreit der Comedians, Kabarettisten und Storyteller wird dem Publikum in ein Wellenbad moderner Lyrik geworfen, welches die Vorträge gegeneinander wertet und über mehrere Runden und mittels verschiedenen Verfahren, etwa mit Wertungstafeln und Applauslautstärke, die Sieger des Abends bestimmt.
Zum Wettkampf lädt Kulturveranstalter und Agenturleiter Enrico Josche bekannte Namen und vielversprechende Talente aus der deutschsprachigen Slam Szene ein. Preisgekrönte Autorinnen und Autoren, Kabarettisten und Comedians bringen das Publikum mit ihren Texten zum Lachen, Staunen und Nachdenken.
Enrico Josche veranstaltete bereits in 2014 den ersten Poetry Slam in Aschaffenburg und ist jährlich mit einem Open Air auf dem Kultursommer vertreten. Komm‘ zum Slam in den Hofgarten und lass dich mitreissen!
17:00 Einlass | 18:00 Beginn | ca. 20:30 Ende, mit Pause
Schüler Studenten, sowie Personen mit Behinderung bis 80 % ohne B im Ausweis erhalten an der Abendkasse 2.00 Euro gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises zurück.
Ob Comedy, Kabarett oder Satire, Lyrik oder Prosa, interaktiv oder wie ein TED talk – jede Textgattung und Vortragsstil sind erlaubt, solange die Texte selbst verfasst sind und nicht länger als 7:30 Minuten dauern.
Geeignet für jedes Alter zwischen 16 und 60. Es werden teils tagesaktuelle Themen behandelt und bunte Sprache benutzt if you know what I mean.
Geboren 1992 und in Ingolstadt aufgewachsen, stand er mit 17 Jahren zum ersten mal bei einem Poetry Slam auf der Bühne. Dabei merkte er, dass vor allem das komische Schreiben seine Leidenschaft ist, aber schaffte es dennoch kurz darauf die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Es folgten zwei Jahre des freiwilligen Wehrdienstes in Kempten und München. Danach zog es ihn für ein Studium der mündlichen Kommunikation und Sprecherziehung nach Regensburg, wo er nach wie vor lebt und arbeitet.
Seine Aktivitäten im Kulturbereich erstrecken sich von Veranstaltungsorganisation und -moderation über Theater und Escape-Rooms bis hin zur Konzeptentwicklung für digitale Bildungsprojekte und außerdem über ganz Bayern. Er ist festes Mitglied der Lesebühne „Besser als Fernsehen“ und für Auftritte mit eigenen Werken tourt Pascal regelmäßig durch den deutschsprachigen Raum. Ende 2019 fand die Premiere seines ersten Kabarettprogramms „Ich habe Sicherheitsbedenken“ statt, das er nach langer, pandemiebedingter Pause wieder aufnehmen wird.
Evelyn Krutsch (*2001) realisierte in ihrem Heimatdorf im Nordschwarzwald schnell, dass sie sich ein intensiv-fesselndes Hobby suchen muss, um der Langeweile zu entfliehen. Da sie mathematisch so talentiert ist wie ein kaputter Taschenrechner, fiel die Wahl auf Sprache und alles, was mit ihr einhergeht. Egal ob beim exzessiven Lesen, bei der Regie von Theaterstücken oder beim Schreiben: Der Klang der Worte fasziniert Evelyn Krutsch schon ein Leben lang.
Seit 2022 bringt Evelyn ihre Begeisterung für Sprache und moderne Literatur auch auf Bühnen zum Ausdruck – ob als Autorin bei Lesungen, als Künstlerin bei Poetry Slams oder bei anderen Kulturshows, die sie mit ihren vielfältigen Texten bereichert. Ganz nach dem Motto: „Es wird das geschrieben, was nachts wachhält und tagsüber träumen lässt.“ Mit diesem Motto konnte Evelyn sich 2024 den Titel als Vizemeisterin der baden-württembergischen Poetry Slam-Meisterschaften sichern und war 2025 Trägerin des Wortwechsel-Stipendiums.
Der in Schwäbisch Hall lebende Slam-Poet Richard König kann mittlerweile auf über 350 Veranstaltungen in ganz Deutschland zurückblicken, bei denen er das Publikum mit seinen lyrischen Texten und mitreißenden Art begeistern konnte. Darüber hinaus ist der ehemalige BW-Vizemeister im Poetry Slam ein leidenschaftlicher Liebhaber von Maultaschen und der engagierteste stellvertretende Klassensprecher, den die Klasse 4a jemals hatte.
„…ist Autor, Regisseur und Poetry Slammer. Er wurde 2004 in Bingen am Rhein geboren. Schon früh schrieb er Kurzgeschichten und Gedichte. Seit 2019 verfasst er Poetry Slam-Texte, tritt mit ihnen auf diversen Bühnen im deutschsprachigen Raum auf und konnte 2020 den 2. Kulturpreis des Landkreises Mainz-Bingen gewinnen. 2022 folgte die U20-Landesmeisterschaft in Rheinland-Pfalz.
Aber auch auf anderen Bühnen konnte man Leander schon sehen, zum Beispiel schon seit 2015 als Büttenredner für die lokale Fastnacht, aber auch als Schauspieler für die preisgekrönte Theatergruppe »ohren-kopf-und-kragen«, mit der er u.a. im »unterhaus Mainz« auftrat.
Ein weiterer Bereich, in dem Leander tätig ist, ist der Film. Früher auch dort als Schauspieler vor der Kamera, mittlerweile hauptsächlich als Regisseur hinter der Kamera, konnte er bereits kleine Erfolge feiern, wie z.B. den Jurypreis im Jugendkurzfilmwettbewerb des »heimat/en Filmfestivals«.
Ein ganz neues Kapitel (im wahrsten Sinne des Wortes) schlug Leander im Jahre 2022 auf: Die Veröffentlichung seines Debütromans »Der Saboteur«, in welchem ein gewöhnlicher Mitläufer, in einer dystopischen Welt, auf seine Art und Weise zum Rebell wird.“
„Wenn Simon Middelkoop auf die Bühne geht, wird es vor allem unterhaltsam.
Der Aachener trägt gern kurze, pointierte Gedichte vor, in der Regel liest er aber ungereimte Texte, bei denen sich das Publikum vor Lachen kaum auf den Stühlen halten kann.
Der 27-Jährige studiert Politikwissenschaften in Aachen und treibt seit gut zwei Jahren als Poetryslammer sein Unwesen.
Durch seine langjährige Erfahrung auf Aachener Theaterbühnen, werden die Texte stets selbstbewusst und in eigenem Stil vorgetragen. Manchmal scheint es so, als ob Simon hinter dem Mikrofon in eine Rolle schlüpft, dabei bleibt er aber immer authentisch.“
„Enrico Josche aus Bad Homburg ist ein Glücksfall und sicher ein wichtiger Grund, dass Poetry Slam am Stadttheater seit acht Jahren
gut ankommt. Immerhin jeder fünfte Besucher – so die Handzeichen nach Josches Frage – erlebte am Samstag seine Poetry Slam Premiere und auch ihm konnte Josche dieses »niederschwellige, offene Format« gut nahebringen. Ohne störende Selbstdarstellung, sachlich und mit spürbarer Empathie zu den Auftretenden überzeugte er auch am Samstag in den drei Vorrunde.“
– Main Echo, 21.03.2023
„Inkompetenz-kompensationskompetenz: Gax Axel Gundlach hat das Wortungeheuer ganz lässig in den Ring geworfen beim Poetry-Slam im ausverkauften Aschaffenburger Hofgarten-Kabarett und die Zuhörer betört mit Sprach-Taschenspielereien, in denen ein Gehirn das andere wäscht und sich Pasta und Antipasta gegenseitig aufheben.“
– Main Echo, 3.05.2023
„Gewohnt souverän, eloquent und sympathisch führte Enrico Josche durch den Abend, dabei immer einen Spruch oder eine Anmerkung zum Gehörten parat. Er ist das Gesicht des Aschaffenburger Poetry Slams.“
– Main Echo, 9.05.2025